|
1958
|
- |
Die Schweden Elmquist
und Senning implantieren als erste einen voll implantierbaren Schrittmacher.
Er ist in Epoxidharz eingegossen; die Energiequelle ist ein
Nickel-Kadmium-Akkumulator, der immer wieder extern aufgeladen werden muss. |
|
1960
|
- |
Die Akkumulatoren der
Schrittmacher werden mit Quecksilberoxid-Zink ausgestattet, die
Funktionsdauer erhöht sich auf 14 Monate. |
|
1961
|
- |
Erste erfolgreiche
Implantation eines Herzschrittmachers in Deutschland |
|
1962
|
- |
Erster Prototyp des
Zweikammerschrittmachers |
|
1962-1965
|
- |
Entwicklung und Einsatz
einer Sonde (Elektrode), die durch eine Vene ins Herz eingebracht wird |
|
1965
|
- |
Erster Schrittmacher,
der nur bei Bedarf stimuliert |
|
1970
|
- |
Zeitweilige Nutzung der
Kernenergie zum Betrieb implantierbarer Schrittmachersysteme beginnt |
|
1972
|
- |
Lithiumjodid-Batterien
erhöhen die Funktionsdauer deutlich. Das Implantat kann nun auch von außen
programmiert werden |
|
1972-1979
|
- |
Optimierung von Größe
und Gewicht mit Hilfe mikroelektronischer Technologie, um den Komfort für
die Patienten zu erhöhen |
|
1979
|
- |
Telemetrie ermöglicht
es dem Arzt, den Batteriezustand und die Elektrodenfunktion ohne
chirurgischen Eingriff zu überprüfen |
|
1983
|
- |
Schrittmacher mit
Bewegungssensor |
|
1986
|
- |
Schrittmacher mit
Temperatursensor |
|
1991
|
- |
Fraktal beschichtete
Elektrode ermöglicht die optimale Signalübertragung zwischen Elektrode und
Herz |
|
1992
|
- |
Erster
Herzkreislauf-Schrittmacher - ist integriert in die natürliche Regelung des
Herzkreislauf-Systems (Closed Loop Stimulation) |
|
1995
|
- |
Zweikammerstimulation
mit einer Elektrode |
|
1999
|
- |
Dreikammerstimulation
kommt erstmals zum Einsatz |
Der erste vollständig in den menschlichen Körper eingebettete
Herzschrittmacher wurde am 8. Oktober 1958 von dem Arzt Åke Senning und dem
Ingenieur der Firma Siemens Elema, Rune Elmquist, in Stockholm dem Patienten
Arne Larson eingepflanzt. Das Gerät bestand aus zwei Transistoren, die in einer
Kippschaltung arbeiteten, einer Quecksilberbatteriezelle und einer Spule zum
externen Aufladen dieser Batterie. Die elektronischen Bauelemente wurden in
einer Schuhcrèmedose mit Epoxydharz vergossen. Die benötigten Elektroden, die
die Stimulationsenergie an das Herz abgaben, waren fest mit dem Schrittmacher
verbunden.
Sicherheitshinweise für Träger von Herzschrittmachern
In seltenen Ausnahmefällen können von einigen Geräten
ausgehende elektromagnetische Felder vorübergehende Störungen des
Herzschrittmachers verursachen. Anzeichen für eine mögliche Störung können
Schwindel, Herzklopfen oder ein unregelmäßiger Puls sein. Sobald der Träger das
entsprechende Gerät ausgeschaltet oder sich von der Störquelle entfernt hat,
arbeitet ein Herzschrittmacher wieder normal. Sicherheitshalber sollten beim
Einkaufen vorhandene Diebstahlsicherungsanlagen (beispielsweise hinter den
Kassen und am Ein- und Ausgang) zügig durchquert werden und man sollte nicht in
dem Bereich stehen bleiben. Auch sollten elektrische Geräte etwa 15 bis 20 cm
von einem Herzschrittmacher entfernt gehalten werden, beispielsweise
Haartrockner, Rasierapparate, Lötkolben, Mobilfunkgeräte, Funksprechgeräte,
Bohrmaschinen, Tischsägen, Lautsprecheranlagen, Heizkissen, Fernsteuerungen,
Magnete. Es treten jedoch außer bei größeren Magneten (beispielsweise in
Magnetmatten gegen Rückenschmerzen) nur selten Störungen auf. Generell meiden
sollten Herzschrittmacherträger die so genannte Magnetröhre (MRT), da diese
starke wechselnde Magnetfelder erzeugt. Röntgenröhren (auch im
Computertomografen) sind dagegen unbedenklich. Beim Gebrauch von Mobiltelefonen empfiehlt das Bundesamt für
Strahlenschutz einen Mindestabstand von 20 cm zum implantierten Schrittmacher.
Schnurlos-Telefone gelten als unbedenklich. |