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Herzschrittmacher und Defibrillatoren

Wenn die Implantation eines Herzschrittmachers bevorsteht oder bereits durchgeführt wurde, kann dies beim Patienten viele Fragen aufwerfen. Sie sind jedoch nicht alleine mit diesen Fragen - es gibt andere Patienten, die ebenfalls mehr zu diesem Thema wissen möchten. Die häufigsten dieser Fragen haben wir für Sie zusammengestellt und beantwortet. Die Konsultation eines Arztes kann und will dies jedoch nicht ersetzen.

Wann benötige ich einen Herzschrittmacher?

Ein Herzschrittmacher wird erforderlich, wenn das Herz zu langsam schlägt. Im Alter und im Rahmen einer Reihe von Herzerkrankungen wächst die Wahrscheinlichkeit für eine solche Störung der Erregungsbildung oder -leitung am Herzen. Einige Patienten bemerken Symptome wie Müdigkeit, Schwindel, Bewusstlosigkeit oder ungewohnte Kurzatmigkeit bei körperlichen Belastungen, bei anderen Patienten fallen entsprechende Störungen zufällig bei einem Arztbesuch auf. Ob tatsächlich eine Notwendigkeit zur Implantation eines Herzschrittmachers besteht, entscheidet der Arzt nach einer eingehenden Untersuchung.

Was geschieht bei der Implantation eines Herzschrittmachers?

Nach verschiedenen Voruntersuchungen wie z.B. Langzeit-EKG, Belastungs-EKG und Ultraschall-Untersuchung des Herzens wurde ein für Sie geeigneter Herzschrittmachertyp herausgefunden. Die Implantation eines Herzschrittmachers zählt zu den kleineren Operationen, so können Sie nach nur wenigen Tagen bereits das Krankenhaus wieder verlassen. Bei einigen Patienten kann der Eingriff sogar ambulant vorgenommen werden. In aller Regel erfolgt die Implantation unter örtlicher Betäubung, eine Vollnarkose ist nicht erforderlich. Ernsthafte Komplikationen sind sehr selten, der Eingriff dauert normalerweise nicht länger als eine Stunde. Ein Schrittmachersystem besteht aus drei Hauptbestandteilen. Das Schrittmacher-Aggregat enthält einen "Mini-Computer" und eine Batterie und wird meistens unterhalb des rechten Schlüsselbeins unter der Haut implantiert. Die Elektroden werden durch eine Vene in das Herz eingeführt und dort an der Innenwand des Herzens befestigt. Die Elektroden übertragen die Stromimpulse vom Herzschrittmacher zum Herzen oder wenn Herzeigenaktivitäten vorliegen, vom Herzen zum Herzschrittmacher. Der Schrittmacher tritt nur in Funktion, wenn Ihr Herz zu langsam schlägt.

Wann muss ich meinen Schrittmacher vom Arzt kontrollieren lassen?

Etwa sechs Wochen nach der Implantation sollte die erste Nachuntersuchung erfolgen, danach sind Untersuchungen in halbjährlichen Abständen ausreichend. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen sind notwendig, damit Ihr Arzt die Funktion Ihres Herzschrittmachers genau beurteilen und frühzeitig Veränderungen Ihres Krankheitsbildes erkennen kann. Der Herzschrittmacher kann dann Ihren individuellen Bedürfnissen entsprechend neu angepasst werden, um Ihnen die bestmögliche Therapie zu gewähren. Den Herzschrittmacherausweis, den der behandelnde Arzt zur Untersuchung benötigt, sollten Sie ohnehin immer bei sich tragen, damit Sie in der Situation eines Unfalls sofort entsprechend behandelt werden können.

Neben den bereits beschriebenen Untersuchungen sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen, wenn Sie unter ungewöhnlich starkem Herzklopfen, Herzrasen oder Atembeschwerden leiden sowie einen unregelmäßigen Puls bei sich feststellen. Auch bei Schmerzen im Bereich der Implantationsstelle sollten Sie zu Ihrem Arzt gehen. Außerdem können auch ein Anschwellen der Beine, Arme oder Gelenke oder anhaltender Schluckauf Indizien dafür sein, dass Sie sich schnellst möglich untersuchen lassen sollten.

Im Rahmen einer Schrittmacherkontrolle erfolgt eine körperliche Untersuchung und die Ableitung eines EKG. Im Mittelpunkt steht die eingehende Analyse der Schrittmacherfunktion. Dazu wird ein Programmiergerät mit einem speziellen Programmierkopf verwendet, welcher von außen aufgelegt wird. Mit diesem Gerät ist es auch möglich, die Arbeitsweise des Schrittmachers optimal auf den Patienten abzustimmen.

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