Herzschrittmacher

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Herzschrittmacher und Defibrillatoren

Herzschrittmacher wurden für Patienten entwickelt, deren Herz zu langsam schlägt (Bradykardie). Das Implantat überwacht die Herzaktivität des Patienten. Es sendet elektrische Impulse, wenn kein herzeigener Rhythmus vorliegt und veranlasst den Herzmuskel, sich zusammenzuziehen. Damit gewährleistet der Herzschrittmacher einen regelmäßigen und schnelleren Herzschlag. Der Herzschrittmacher enthält einen miniaturisierten elektronischen Schaltkreis und eine Kompaktbatterie. Die Verbindung zwischen Schrittmacher und Herz wird durch eine bzw. zwei Elektrode(n) hergestellt. Eine Elektrode ist ein sehr dünner, elektrisch isolierter Draht, der im rechten Vorhof oder in der rechten Herzkammer verankert wird. Sie überträgt den elektrischen Impuls zum Herzen, stellt die Herzaktivität fest und leitet diese Information an den Herzschrittmacher weiter.


Quelle: www.biotronik.de

Sensoren spüren jede Veränderung - Viele Schrittmacher können die Frequenz, mit der sie elektrische Impulse senden, automatisch an die Lebensvorgänge im Organismus anpassen. Diese Frequenzadaption ist durch einen Sensor möglich. Er reagiert auf veränderte Belastungen des Körpers, wie sie beim Laufen, Schwimmen oder bei der Gartenarbeit entstehen. Der Schrittmacher wird dann zu einer ansteigenden Herzfrequenz veranlasst. Die jüngste Generation von  Schrittmachern reagiert auch auf veränderte Gefühle. Wenn der Patient beispielsweise einen sehr spannenden Film sieht oder etwas Unerwartetes auf ihn zukommt, kann sich der Herzschlag beschleunigen und der Blutdruck steigt. Bestimmte Schrittmacher passen sich solchen emotionalen Belastungen an

Die Implantation eines Herzschrittmachers dauert meist weniger als eine Stunde. In der Regel wird eine Stelle unterhalb des Schlüsselbeins lokal betäubt und ein kleiner Hautschnitt vorgenommen. Durch eine Vene hindurch schiebt der Arzt die Elektrode des Schrittmachers in das Herz, wo sie im Vorhof oder in der Kammer verankert wird. Da Blutgefäße nicht schmerzempfindlich sind, braucht der Patient keine zusätzliche Betäubung für diesen Eingriff.

Der Arzt überwacht die richtige Positionierung der Elektrode im Herzen über einen Röntgenbildschirm. Nachdem die Elektrode auf ihre einwandfreie Funktion getestet wurde, schließt man sie an den Schrittmacher an. In einer kleinen „Tasche“ wird der Herzschrittmacher unterhalb des Schlüsselbeins implantiert. Abschließend vernäht der Arzt diese Schnittstelle mit einigen Stichen.

In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollten weit ausladende Bewegungen mit der Schulter, auf deren Seite der Herzschrittmacher implantiert wurde, vermieden werden. Kurze Zeit nach dem Eingriff haben sich die Patienten normalerweise erholt. Unter Umständen können geringe Wundschmerzen an der Implantationsstelle spürbar werden. Diese Beschwerden klingen in der Regel schnell ab. Schon bald spürt der Patient seinen Herzschrittmacher kaum noch.

Der behandelnde Arzt sollte auf jeden Fall konsultiert werden, wenn:

  • die Wunde an der Implantationsstelle rot oder heiß wird, anschwillt oder Wundflüssigkeit austritt;
  • Fieber, Schwindelgefühl, Brustschmerzen oder andauernde Müdigkeit und Schwäche auftreten.

Regelmäßige Untersuchungen - Die Patienten gehen in regelmäßigen Abständen zur Nachsorgeuntersuchung. Herzaktivität, Schrittmacherfunktionen und der Zustand der Batterie werden überprüft. Je nach Erfordernis passt der behandelnde Arzt das Programm des Schrittmachers an die individuellen Bedürfnisse des Patienten an. Ein chirurgischer Eingriff ist dazu nicht notwendig, da ein externes Gerät zum Programmieren verwendet wird. In den meisten Fällen spüren die Patienten nicht, dass neu programmiert wurde.

Hersteller: Guidant Medizintechnik GmbH & Co KG www.guidant.de, Metronic GmbH www.metronic.com, Vitatron GmbH www.vitatron.de, Biotronik GmbH & Co. KG www.biotronik.de, Cardiotron GmbH www.cardiotron.de

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